Teufelskanzel

Striegistal

Die Teufelskanzel

Vor langer Zeit kamen ins Striegistal im tiefen Gottvertrauen
Mönche in weißen Kutten und Rosenkränzen eine Kirche zu bauen.
Pfaffendorf nannte man darauf dieses kleine Dörfelein.
Die Kirchenglocke läutete die Ankunft des Christentums ein.
Viele Menschen strömten herbei, haben die Predigten vernommen
und im neuen Kirchenschiff göttlichen Beistand zu bekommen.
Durch diese Ansiedelung wurde der Urwald zurückgedrängt,
für Bau-,Wiesen- und Ackerflächen durch Brandrodung versengt.
Da dachte sich der Teufel „Ach hätt ich doch auch so viele Seelen“.
Baute mit seinen Kumpanen eine Kanzel „für die, die mich wählen“.
Er schaute erfreut herunter von seiner Kanzel ins Striegistal.
Glockenklar wehte das Abendläuten herüber, oh welche Qual!
Der Teufel konnte dieses göttliche Zeugnis nicht ertragen
und hat wild fluchend und laut brüllend seine Kanzel zerschlagen.
Da half ihm kein Wüten, Stampfen, Krachen und Toben.
Im Qualm ist er auf nimmer wiedersehen davon gestoben.

Beate Anders

Quelle: Richard Witzsch Mobendorf 1924

Quelle: Beate Anders gereimtes


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Vermuteter Sagen-Ort (ich war ja nicht dabei). Wer es besser weiß, kann mir bitte bitte einen Tipp geben.