Sagenschatz

Das Johannismännchen zu Leipzig

Leipzig

Bis zum Jahre 1786 war es in Leipzig Sitte, am Johannishospitale ein kleines, hölzernes, schön geputztes Männchen auszustellen, neben dem eine Vase mit Blumen stand. Der Aberglaube betrachtete dieses Männchen als das Palladium der Stadt, welches im Stande sei, von derselben Seuchen, Feuerschaden, Blitz etc. abzuhalten. Nachdem der Stadtrath in dem genannten Jahre die Ausstellung dieser Puppe verbot, wallfahrtete das Volk zwar nicht mehr hierher, aber man zog dafür nach dem Gesundsbrunnen am Thonberge.

Quelle: Grässe Sagenschatz des Königreichs Sachsen


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