Sagenschatz

Der Einsiedel im Thale der rothen Weißeritz

Freital

Ganz in der Nähe des Städtchens Tharand befindet sich das Thal der rothen Weißeritz. Hier gestatten schroffe Felsenriffe und wild aufbrausende Fluhten im Frühjahr kaum einen schmalen Pfad am linken Gehänge hin. Eine felsige Landzunge, der sogenannte Einsiedel, wo einmal ein Einsiedler seine Clause gehabt haben soll, ist in der Umgegend als ein Ort, wo es spukt, berüchtigt. Man erzählt sich von grauen Männchen, die da herumgehen, und von Geistern, die einen dort verborgen liegenden Schatz bewachen sollen, den nur eine ganz reine Jungfrau heben kann. Ein Mann aus dem nahegelegenen Somsdorf sah vor einigen vierzig Jahren, wie ein kleiner, höhnisch lachender Zwerg eine alte Frau vom Berge herabzerrte, die dann zerkratzt und halb besinnungslos in ihre Heimath ankam. In demselben Thale befindet sich auch der Nixenhügel (bei der längen Brücke am Felsen hin), der sehr tief und von zwei Wassernixen bewohnt ist.

Quelle: Grässe Sagenschatz des Königreichs Sachsen


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